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Ein Drittel aller Lebensmittel wird verschwendet. Das wollen wir ändern. In unseren Restaurants kochen wir mit Produkten, die andernfalls weggeworfen werden würden. Auch hoffen wir, das allgemeine Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung auf positive Weise zu vergrößern, denn beim Essen geht es ums Genießen!

In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Gesellschaft immer weiter von ihrer Nahrung entfernt; Auswahl und Fülle sind endlos und Essen bereitet keine Mühe mehr. Durch unsere Restaurants, Masterclasses, Instock Cooking Kochbücher und Produkte wollen wir das Thema Nahrung wieder dichter an den Menschen heranbringen.

Wenn Lebensmittel verschwendet werden, geht es nicht nur um die Verschwendung von Geld oder des Produktes an sich. Auch die Energie, die in Zucht und Anbau, Verpackung, Kühlung und Zubereitung gesteckt wurde, geht verloren. Studien der FAO (Food and Agriculture Organisation) zeigen, dass so jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Essen verloren gehen. Der durchschnittliche Niederländer wirft im Jahr etwa 47 Kilogramm an Lebensmitteln weg. Dies summiert sich auf Ware im Wert von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr in den Niederlanden.

Mehr noch, Lebensmittelverschwendung ist ein Problem in der gesamten Verwertungskette, angefangen beim Bauern bis hin zum Konsumenten. Wir glauben, dass das Problem am besten angepackt werden kann, wenn alle Beteiligten zusammenkommen, angespornt durch kreativen Unternehmergeist.

Wenn ein Gericht bei Instock aufgetragen wird, ist es mitunter schwierig sich vorzustellen, was alles bis zu diesem Moment hin passieren musste. Unsere ‘food rescue drivers’ sind jeden Tag unterwegs, um dafür zu sorgen, dass unsere Köche ihr Werk verrichten können. Unser Bestreben ist es, in unseren Restaurants mehr als 80% Prozent Produkte zu verwenden, die andernfalls weggeworfen werden würden.

Hauptsächlich beziehen wir diese Produkte von Albert Heijn Supermärkten. Das meiste holen wir beim Albert Heijn Rückfuhrzentrum in Zaandam ab (übrigens nie Produkte, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist). Es geht zum Beispiel um verschiedene Sorten Gemüse, Frucht und Kartoffeln, die nicht mehr verkauft, aber sicherlich noch verzehrt werden können. Brot vom Vortag und Käse und Eier, dessen Haltbarkeitsdatum nähert, holen wir mit dem Fahrrad von einigen Albert Heijn Filialen in der Nähe der Restaurants ab. Fleisch beziehen wir vom Albert Heijn Verteilerzentrum. Oft liegen dort Produkte, die wegen eines zu kurzen Haltbarkeitsdatums oder wegen Überschuss nicht mehr an die Läden geliefert werden.

Auch Fisch holen wir bei Produzenten und Packstellen ab, die manchmal auf einem Überschuss sitzen bleiben. Heineken versorgt uns mit Bier mit einem kurzen Haltbarkeitsdatum. Unsere Weine sind Restposten von Albert Heijn, von denen keine ausreichend großen Mengen mehr vorhanden sind, um sie noch im Sortiment zu behalten. Beinah alle Schokolade bekommen wir von Tony’s Chocoloney, unseren ehemaligen Nachbarn vom Westergasgelände. Bei ihnen holen wir Produktmuster ab, oder Produkte die zum Beispiel von Valentinstag oder von Weihnachten über geblieben sind.

Ausserdem retten wir noch länger haltbare Produkte aus dem Verteilerzentrum von Albert Heijn, dessen Verpackung beschädigt ist. Abgesehen von kleinen äußerlichen Makeln, sind diese Produkte, zum Beispiel Nudeln oder Limonade, ausgezeichnet. Dank unserer Lieferanten können wir schmackhafte und überraschende Gerichte zubereiten. Lediglich Zutaten wie zum Olivenöl, Butter oder Milchprodukte müssen wir dazukaufen, um die Mahlzeiten abzurunden.

Auf unserer Website: instock.nl/menukaart

Alles Essen, das bei Instock auf den Tisch kommt, ist ohne Bedenken zu genießen. Um dies zu garantieren, halten wir uns an die Regeln der niederländischen Lebensmittelbehörde. Manchmal denken Menschen fälschlicherweise, dass wir abgelaufene Produkte verwenden würden. Dem ist nicht so. Stattdessen verwenden wir Produkte mit Schönheitsfehler oder aus dem Überschuss. Wir müssen uns an dieselben Regeln zur Lebensmittelsicherheit halten, wie jedes andere Restaurant auch.

Beim Thema Lebensmittelverschwendung kann zwischen der Verschwendung von noch verzehrbaren und von nicht mehr verzehrbaren Produkten unterschieden werden. Nicht mehr zu verzehren laut den Lebensmittelrichtlinien ist zum Beispiel Fleisch, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Doch auch noch essbare Produkte werden verschwendet. Wir gebrauchen nur diese, zum Beispiel Brot vom Vortag; Orangen aus einem Netz, in dem nur eine schlecht war; Blumenkohl mit leichter Verfärbung; oder Fleisch, dessen Haltbarkeitsdatum zu kurz ist, um es noch an den Supermarkt zu schicken.

Nein, ganz im Gegenteil, wir stimulieren Spenden an die Tafeln sogar. Je weniger Verschwendung, desto besser. Doch leider werden viel mehr Lebensmittel weggeworfen, als die Tafeln annehmen können. Instock hat ein gutes Verhältnis zu den Tafeln, und probiert diese zu unterstützen. Zum Beispiel bringen wir sie in Kontakt mit möglichen Lieferanten, oder teilen unser Wissen und Erfahrungen in der Logistik.

Wir finden es wichtig, dass Instock für jeden zugänglich ist, auch für Menschen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Daher können Gäste bei uns 12,50€ spenden, die wir verdoppeln und daraufhin einen Instock Geschenkgutschein ausstellen. Diese Gutscheine geben wir an den Koordinator der Tafel, der sie an seine Gäste weiterreicht. So haben auch sie die Möglichkeit, einen Abend bei Instock zu geniessen. Dies alles verläuft anonym, die so ausgegebenen Gutscheine unterscheiden sich nicht von den anderen Gutscheinen.

Doch Lebensmittelverschwendung kann Einhalt nicht allein geboten werden, durch Essen zu spenden. Strukturelle Veränderungen sind nötig. Wir wollen Menschen dazu anregen, über unser Lebensmittelsystem und die Rolle jedes Einzelnen darin nachzudenken. Unsere Initiative gibt uns die Möglichkeit, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen.

Manchmal ja, aber meistens nicht. Dadurch sind unsere Einkaufskosten niedriger als die anderer Restaurants. Dies klingt vielleicht günstig, aber stattdessen sind unsere Ausgaben für Personal und Transport deutlich höher. Täglich Produkte abholen und sortieren, und sich daraufhin ein neues Menü ausdenken kostet viel Zeit. Unterm Strich haben wir daher keinen Vorteil gegenüber anderen Gastronomieeinrichtungen.

Wir (Bart, Selma, Freke und Merel) haben im Februar 2014, als wir alle für die Supermarktkette Albert Heijn arbeiteten, unsere Idee für Instock an die Geschäftsleitung von Albert Heijn präsentiert. Hiermit haben wir einen internen Ideenwettbewerb gewonnen, und uns sofort entschlossen, unseren Plan auch in die Tat umzusetzen. Die Geschäftsleitung war überzeugt, und unterstützt unsere Mission, Lebensmittelverschwendung zu verringern. Außerdem ist es ihr Anliegen, Unternehmertum zu fördern. Während Albert Heijn uns mit der Investition in neue Projekte hilft, sind wir auch auf unsere Eigenständigkeit bedacht. Unser Tagesgeschäft ist daher auch komplett finanziell unabhängig.

Wir wollen uns in der Zukunft noch mehr auf alternative Verwendungen von Restprodukten richten. Unsere Restaurant sind nur eine Möglichkeit hierzu. Zum Beispiel können auch andere Gastronomiebetriebe gerettete Produkte verwenden. Um dies zu ermöglichen, haben wir Instock Obst & Gemüse aufgebaut.

Auch beraten wir Unternehmen, vornehmlich Albert Heijn, darin, wie Restprodukte vermieden oder weiterverwendet werden können. Es sollte normal sein, das volle Potential von Restprodukten zu nutzen.

Desweiteren tragen wir dazu bei, dass allgemeine Bewusstsein rundum Lebensmittelverschwendung zu vergrößern. Wir halten Präsentationen, veranstalten Masterclasses, organisieren Bildungsprojekte, geben ein Kochbuch heraus und locken die Andacht der Presse.

Letztendlich sind wir auch mit der Produktion von einzigartigen Produkten aus dem, was sonst weggeworfen werden würde, begonnen. Unser Pieper Bier, Bammetjes Bier uns Instock Granola sind erst der Anfang!